Schloss Kozel
Ursprünglich hieß es „Lesní zámek“ (Waldschloss), erst später wurde es in „Kozel“ umbenannt. Seinen Namen verdankt es einem heidnischen Brauch der Slawen, die an diesen Orten zur Zeit der Frühlings-Tagundnachtgleiche den Göttern einen Ziegenbock opferten. Sie glaubten, dass dieser ihnen eine reiche Ernte bescheren würde. Das Schloss Kozel ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Westböhmen.
Das Schloss ließ Jan Vojtěch Černín als Unterkunft für die Besitzer und ihre Gäste bei der Durchführung von Jagden in den nahegelegenen Wäldern errichten. Bis heute ist es ein Beispiel für einen klassizistischen Landsitz des Adels aus dem späten 18. Jahrhundert in unserer Region. Auf jeden Fall einen Besuch wert ist der weitläufige Schlosspark, der hier erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Am örtlichen Bach wurde eine Kaskade aus vier Teichen angelegt – der Pfauenteich, der Rusalchen-Teich, der Wassermann-Teich und der Rosenteich; Birkenbrücken und Lauben runden das Gesamtbild ab. Die Gesamtfläche des Parks beträgt 30 Hektar.